Montag, 14. Dezember 2009

Alltag

Heute war ich mal wieder beim Frisör. Das war weniger Abenteuer, als beim letzten Mal (ich bin einfach in den nächsten Laden gegangen und habe gesagt: Haare schneiden. Ist aber gut gegangen...) aber dennoch eine berichtenswerte Erfahrung. Pak Moko hat mir seinen Frisör empfohlen und so hat er seinen ältesten Sohn geschickt mit den Herrenfrisör zu zeigen. Ich musste zwar ein wenig warten, aber dann ging es prima. Der ganze Spaß hat 35 Euro-Ct gekostet und ich finde dafür kann sich das Resultat wirklich sehen lassen:

Hari ini aku pergi ke potong rambut lagi. Kemarin aku pergi ke potong rambut sembarangan. Resikonya tinggi tapi hasil bagus. Hari ini pergi ke tempat yang direkomendasi oleh Pak Moko. Anaknya ikut ke sana. Kami harus tunggu sedikit tapi lalu tidak ada masalah: cepat, murah (5000Rp) dan hasil bagus, ya:


Im neuen Terminal 3 in Singapur gibt es eine Weihnachtshüpfburg. Sogar dort steht man ordentlich in der Schlange...

Di terminal tiga di bandara Singapura ada terpental benteng untuk hari natal. Juga di sana orang2 mengantre...


Einfaches Essen mobil vor meiner Türe: Auch wenn meine Kollegen immer Sorge um mich haben, kann ich mittlerweile von diesen Warungs problemlos essen...

Makanan sederhana di depan pintu rumah: meskipun kolegaku biasanya khawatir tentang kesehatanku, sementara waktu aku bisa makan di sana tanpa masalah perut...

Dienstag, 8. Dezember 2009

Rafting

Vergangenen Samstag war ich mit acht Kollegen raften: drei Stunden Fahrt entfernt von Jogja, auf dem Serayu Fluss (Dieng Plateau). Beeindruckende Landschaft und perfekter Fluss!

Hari Sabtu kemarin, aku dengan delapan kolega dari IOM melakukan rafting: kami pergi ke Sungai Serayu di Banjarnegara, dekat Wonosobo, Dieng. Pemandangan di sana indah sekali dan sungai sangat bagus untuk rafting!

Security briefing





Kurze Pause mit frischer Kokosnuss / Istirahat kecil dengan kelapa muda

Rafting guides

eine IOM Managerin springt von der Brücke / suatu menejer melompat dari jembatan


Gruppentraining / pelatihan grup

war klar, dass danach alle nass sind / tentu saja, semua orang basah ;-)

extrem


"Funny Picture"

@ Raudhah: das T-Shirt funktioniert :-P

No smoking!

Singapura (3)

Vorletztes Wochenende war ich (mal wieder) in Singapur: Freundin besuchen und Visum erweitern. Es ist sehr angenehm, wenn man die Stadt kennt und somit Touristenziele aufsuchen kann, aber nicht muss...
Am meisten genossen habe ich aber in der Stadt zu Fuß unterwegs zu sein. Es gibt Bürgersteige, die nicht nach fünf Metern enden, Ampeln denen man vertrauen kann und man ist auch nicht alleine unterwegs...

Dua akhir minggu yang lalu, aku pergi (kembali) ke Singapura untuk mengunjungi pacarku dan melanjutkan visaku. Aku sangat senang di Singapura kerana sudah kenal kota ini. Jadi, walaupun aku bisa ke tempat wisata, ia bukan wajib untukku...
Aku paling suka bisa menjelajahi kota jalan kaki. Ada trotoar yang nggak berhenti setelah lima meter, lampu merah yang bisa dipercaya dan juga tidak jalan kaki sendiri...


Frische Fruchtsäfte / Jus segar

auf der Fähre nach Pulau Ubin / Di kapal ke Pulau Ubin

Pulau Ubin

Mangrove / Pohon bakau

bald gehts in richtigen Urlaub / Besok adalah libruan (ke Maluku)

Sonntag, 6. Dezember 2009

Besuch

Auch schon wieder ein paar Tage her, gab es sogar gleichzeitig Besuch aus Japan und Singapur. Miyuki, die ich auch meiner NUS-Zeit kenne, hat sich entschieden Wiwien und mich in Jogja zu besuchen und sich dafür das gleiche Wochenende wie Raudhah ausgesucht. Wir waren folglich viel zu viert unterwegs...

Untuk teman2 Indonesia aku akan coba menerjemahkan bacaan itu. Maaf kalau ada terlalu banyak kesalahan, ya? ;-)
Kemarin ada teman dari Jepang yang mengunjungi Mbak Wiwien dan aku di Jogja. Dia teman dari waktuku berkuliah di NUS, Singapura. Akhir minggu itu juga ada Mbak Raudhah di Jogja. Jadi kami menghabiskan waktu berempat...

Wiwien und Miyuki /Mbak Wiwien dan Mbak Miyuki

Karaoke / Penyanyi karaoke terkenal ;-)

DJ @ Boshe (interessanterweise nennen sie diese Disco VVIP Club...)

Männer mögen Gogos... / Laki-laki suka penari...

Meine Ladies / Wanitaku

süß / manis

tropische Regenschauer / hujan kuat tropis

Hendrik mit Dorfmenschen in Borobudur / Mas Hendrik dengan orang kampung...

Glaube / iman

mit Boncu in Kaliurang / Laki-laki ganteng di Kaliurang (dengan Mas Boncu)

Teenager

Hasen-Sate / Sate Kelinci ;-)

Noch einmal am Strand / satu lagi di pantai Parangtritis

Kokusnuss / Kelapa muda

Mittwoch, 18. November 2009

IOM - OIM

Bisher habe ich euch von langen Arbeitsberichten verschont. Aber an dieser Stelle möchte ich ein paar Infos zu dem geben, was wir hier eigentlich machen...

Das Erdbeben ist nun schon gut drei Jahre her und logischerweise baut IOM hier keine Häuser mehr auf. Das waren Projekte direkt am Anfang, wo man innerhalb von 4 Monaten 15.000 temporäre Bambushütten aufgestellt hat.
Das jetzige Projekt ist mehr Entwicklungsarbeit. Die Idee dahinter ist, dass es mich ziemlich großer Wahrscheinlichkeit wieder ein Erdbeben in der Region geben will. Das ist logisch, denn Java liegt auf der Grenze zwischen der australischen und asiatischen Platte. Außerdem gibt es de Vulkan in unmittelbarer Nachbarschaft. Es ist ziemlich sicher, dass beim nächsten Erdbeben wieder fast alle Häuser zusammenfallen werden - besonders in den Dörfern.
IOM's Arbeit zielt nun darauf, die Entwicklung gerade in den Dörfern zu unterstützen und zu fördern, so dass im Falle des Falles die Dorfleute sich schneller selber helfen können.
Man muss sich vorstellen, dass wenn die Hütte einer Familie gerade zerstört wurde, man eher daran interessiert ist, sie wieder schnell aufzubauen, anstatt sie langfristig erdbebensicher zu konstruieren. Dies ist für uns Europäer zwar paradox, aber gewissermaßen macht es Sinn.
Man kann sich vorstellen, dass im Falle eines Erdbebens der Bedarf nach Baumaterialien gigantisch ist. Daher hat IOM in vorherigen Projekten den Aufbau von drei Ziegelbrennereien gefördert. Diese laufen derzeit mit halber Kapazität, eben genug um profitabel zu sein, aber mit viel Kapazität nach oben. Bei dem Aufbau hat man selbstredend viel Wert darauf gelegt, dass die Gebäude jede Form von Erdbeben überstehen und nicht ein Dachziegel herunter fällt...

Arbeiterin in Ziegelbrennerei: Wochengehalt 3-5 Euro

Meine erste eigene Dachpfanne ;-)

Andere Aspekte des Projekts zielen aber auch auf Nachhaltigkeit. Dabei versuchen wir zum Beispiel durch drei Biogas-Anlagen die Produktion von Biogas zu fördern. Dies liegt nahe, da in den Dörfern nach wie vor viel Viehzucht betrieben wird und zudem auch viel mit Gas gekocht wird. Man muss also nur das entstehende Gas einfangen, reinigen und zum Gasherd leiten. In den letzten Wochen haben wir drei Pilotstandorte definiert und die Locals mit der Materie vertraut gemacht. Spätestens im Februar sollen die ersten Anlagen laufen - ich bin gespannt...

Biogas Information mit Armein und Muchlas

Daneben gibt es eine Vielzahl an Trainings für Business Pläne, grundlegendes Rechnungswesen, Prozessoptimierung etc. Das Projekt ist bis Mai angesetzt, aber eine Verlängerung wird diskutiert. Der Prozess der Entwicklungshilfe ist langsam, aber hat durchaus Einfluss auf das Leben vieler Menschen hier.

Pantai Parangtritis

Auch wenn der Strand nur 25 km von Jogja entfernt ist, habe ich es erst nach Wochen geschafft, ihn mir mal anzuschauen. Auch dieser Strandabschnitt ist kein tropisches Paradies, hat dafür aber alles andere: Wind, Wellen und Weite.
Sonntagsnachmittags auch jede Menge Touristen aus Jogja:

Beliebtes Ziel für Locals

Auch wenn es nicht verboten ist, sein Motorcycle mit an den Strand zu nehmen, gibt es davon nicht viele. Einige Unbelehrbare versuchen es dennoch...

ganteng sekali...

Aber nur ein paar Kilometer weiter hat man seine Ruhe und kann den Strand wirklich genießen: keine Händler, keine Kutschen, keine Motorcycles und nur ein paar Fischer. Und natürlich Pärchen auf der Suche nach romantischen Sonnenuntergängen:

Strände in Indonesien (Ausnahme Bali) sind jedoch generell anders, als in Europa. Hier kommt keiner her, um sich zu sonnen. Vielmehr ist der Strand ein Familienziel oder eben ein Fluchtort für junge Pärchen, die sich eine frische Kokosnuss gönnen wollen (dem bin ich für 50Ct auch verfallen...). Schwimmen ist jedoch verboten; die Strömung ist tückisch und sehr gefährlich. Und wenn man ins Wasser geht, dann vollständig bekleidet. Oder eben auch im modischen Burkini (Burqa + Bikini) :-)

Dienstag, 17. November 2009

Dorfleben

Ich wohnen nun schon eine ganze Weile in meinem Haus im Dorf und habe mich mehr oder weniger an das Dorfleben gewöhnt. Nur leben tue ich es immer noch nicht und werde es auch nie tun.
Zu leben wie ein indonesischer Stadtmensch ist relativ einfach. Zwar muss man auf seine warme Dusche verzichten (bei Tagestemperaturen bis 40°C aber ein geringeres Problem) und sich mit Reis zum Frühstück anfreunden, aber letztendlich hat man sein Auto oder zumindest einen Roller, sein Blackberry (was hier in absoluten Zahlen stärker verbreitet, als in Deutschland scheint), Fernsehen etc. Aber Leute in den Dörfern leben eben doch anders. Generell ist ein sehr klassisches Familienbild sehr verbreitet. Die Frau kümmert sich um den Haushalt und die Kinder, der Mann geht arbeiten. Arbeit gibt es entweder in der Stadt, aber oft auch in kleinen Betrieben auf dem Land bzw. als Bauer.
Kinder zu haben ist hier weiterhin sehr populär: im ganzen Land gibt es eine Geburtenrate von knapp 4% und man sagt, Minimum sind fünf Kinder, 6-8 normal. Weniger als fünf Kinder sind zu entschuldigen, wenn man sehr arm ist. Ansonsten ist etwas nicht ganz richtig mit dieser Familie...
Mein Dorf bildet zwar mit einer bedeutenden Zahl Christen eine Ausnahme, aber die Statistik lüngt nicht: 95% sind Muslime und dementsprechend ruft morgens um 4:30 auch schon der Muezzin aus der 50m entfernten Moschee. Ich habe mich schnell daran gewöhnt und werde davon nicht mehr wach; das Gefühl zum Morgengebet aus einem Club zu kommen, ist jedoch weiterhin sonderbar...

Und dennoch ist das Leben umgeben von Reisfeldern, Kindern und Hühnern eine gute Erfahrung. Die Menschen sind freundlich, arm und vor allem eines: glücklich....